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Die Honigbiene
ist die einzige von mehr als 500 in Deutschland vorkommenden Bienenarten,
die überdauernde, das heißt überwinternde Insektenstaaten
bilden. Drei verschiedene Bienenwesen leben im Stock:
Im Bienenstaat herrscht Arbeitsteilung Kaum sechs Wochen währt das Leben einer Arbeitsbiene im Sommer. Nur die Bienen, die im Spätsommer das Licht der Welt erblicken, leben länger bis März/April des nächsten Jahres. In der kurzen Zeit ihres Lebens wechselt die Arbeiterin ihren Beruf sehr oft: Nach einander ist sie Babysitter, Amme, Wachsproduzent, Baumeister, Maurer, Klimaspezialist, Wächter, Putzfrau. In der zweiten Hälfte ihres Lebens schließlich Aufklärer, Transportflieger, Nachrichtensprecher und Gärtner in einer Person. Nur eines können die Arbeitsbienen nicht: befruchtete Eier legen und so für den notwendigen Nachwuchs sorgen. Das ist Aufgabe der Königin dem einzigen geschlechtlichen Wesen neben den Drohnen in einem Volk, das mehr als 50 000 Arbeiterinnen umfassen kann. Bis zu 2000 Eier pro Tag kann eine Bienenkönigin legen. Das ist mehr als ihr eigenes Gewicht und macht in einer Saison im Durchschnitt 150000 200000 Eier. Trotz dieser unvorstellbaren Legeleistung wird die Königin im Vergleich zur Arbeitsbiene steinalt: bis zu 5 Jahre.
Der Hochzeitsflug der Jungköniginnen
und Dröhnen findet am Maihimmel statt. Im Bereich der Zucht hat teilweise
die künstliche Besamung Einzug gehalten wie in anderen Bereichen
der Tierzucht auch. Trotzdem bleibt diese Form der modernen Zucht in der
traditionellen Imkerei noch die Ausnahme. Auf sogenannten Belegstellen
erfolgt die gezielte Paarung, so wie es die Natur seit Beginn vorgesehen
hat.
Das Wunder der Verwandlung
Nach 21 Tagen (beim Drohn nach 24 Tagen, bei der Königin bereits am 16. Tag) hat sich das Wunder der Umwandlung vom Ei über die Larve und Puppe zur fertigen Biene vollzogen. Die junge Biene schlüpft. Ob aus einem befruchteten Ei aber eine
neue Königin heranwächst, das wird allein durch die Ernährung
der Larve bestimmt. Bauen die Bienen eine extra große Königinnenwiege,
vom Imker Weiselzelle genannt, so erhält diese Larve den Königinnenfuttersaft
(Gelée Royal, ein reines Drüsensekret) als Dauernahrung. Die
Larven, die später zu Arbeiterinnenwerden, bekommen dagegen als »Starthilfe«
nur reduzierten Futtersaft und ab dem dritten Tag zusätzlich Pollen
und Honig.
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